Leineschaf
Leineschaf

Leineschaf

Ovis ammon f. aries | Leine Sheep

Kontaktbereich

Begehbare Anlage im Außenbereich. Ihr dürft die Schafe mit Tierparkfutter füttern. Aber Vorsicht: Die durchsetzungsfähigen Tiere können recht rabiat sein, wenn´s ums Futter geht!

Steckbrief
Systematik: Säugetiere, Paarhufer, Wiederkäuer, Hornträger, Schaf- und Ziegenverwandte
Bestand: GEH Kategorie II (Stark gefährdet)
Höchstalter: Bis zu 15 Jahre
Gewicht: Bis zu 125 kg
Verbreitung: Ursprünglich zwischen Göttingen und Hannover

Haustierwerdung:

Leineschafe sind eine anspruchslose, alte Landrasse. Der Zuchtstandard wurde 1906 definiert.

Die Wolle der Leineschafe ist weiß, mitunter rötlich schimmernd. Ihr Kopf ist sehr lang und wenig behaart. Die langen Ohren der hornlosen Schafrasse hängen leicht seitlich herab. Ausgewachsene Böcke können bis zu 125 kg wiegen.

Leineschafe entstanden aus dem schlichtwolligen Rheinischen Landschaf, welches Mitte des 19. Jh. mit verschiedenen englischen Rassen gekreuzt wurde. Die Bestände in Deutschland wurden ab Mitte der 60er Jahre mit Texelschafen und Ostfriesischen Milchschafen gekreuzzt und bildeten das "neue Leineschaf", so sollte die Rasse wirtschaftlich bleiben. Bereits nach dem 2. Weltkrieg wurden 1.500 Leineschafe als Reparationszahlung nach Polen gebracht. Da sie dort nicht mit anderen Schafrassen vermischt wurden, wurden in den 1990er Jahren 100 Leineschafe zurück nach Deutschland importiert. Mit diesen Tieren wurde die Zucht des „ursprünglichen Typs“ wieder begonnen.

Bei uns:

Wir halten eine Zuchtgruppe, bestehend aus einem Bock und mehreren weiblichen Tieren am Bauernhof. Jedes Jahr, meist schon im Januar, werden die Lämmer geboren und tollen dann spielend durch den Bauernhof und über die Außenanlagen. Manchmal kann man die Leineschafe gemeinsam mit den Thüringer Waldziegen freilaufend im Park antreffen – hier sorgen sie als „mobiler Rasenmäääääher“ für gepflegte Rasenflächen.