Westkakasischer Steinbock

Westkaukasischer Steinbock (Tur)

Capra caucasica | Western Tur

Steckbrief
Systematik: Säugetiere, Paarhufer, Wiederkäuer, Hornträger, Schaf- und Ziegenverwandte
Lebensraum: Alpine, bewaldete Regionen bis zu 4.200 m Höhe
Bestand: Stark gefährdet
Höchstalter: 20 Jahre
Gewicht: Bis zu 150 kg
Verbreitung: Schmales Gebiet von ca. 4.500 km² im Westteil des Kaukasus

In freier Wildbahn:

Aufgrund der geographischen Isolation dieser Steinbockunterart und der Nachstellung durch Jäger gibt es heute weniger als 10.000 Tiere. Auffällig sind besonders die Böcke: Sie besitzen gebogene, bis zu 140 cm lange Hörner. Im Gegensatz zum Alpensteinbock, der zum großen Teil oberhalb der Baumgrenze in kahlen, felsigen Gebieten lebt, kommt der Westkaukasische Steinbock auch in den Bergwäldern vor. Die Brunftzeit findet von November bis Januar statt, die Steinbocklämmer werden nach einer Tragzeit von etwa 5 Monaten im Frühjahr geboren. Trotz ihres relativ hohen Gewichts (Böcke können ein Gewicht von bis zu 150 kg erreichen) sind Steinböcke hervorragende Kletterer.

 

Bei uns:

Westkaukasische Steinböcke gehören – auch aufgrund des relativ kleinen Verbreitungsgebietes – zu den gefährdetsten Steinbockunterarten. Sie werden auch dementsprechend selten in zoologischen Einrichtungen gehalten. Im Tierpark Sababurg leben diese Gipfelstürmer seit 1999 in ihrer über 9000 m2 großen Anlage am Burgberg. Seit 2015 nehmen wir auch am koordinierten Zuchtprogramm „ESB“ (European StudBook) teil und sind damit einer von nur fünf Tierparks in ganz Deutschland! Am gesamten ESB nehmen in Europa 13 Einrichtungen teil und es werden insgesamt nur 135 Westkaukasische Steinböcke geführt. Mit dem Eintritt in das ESB bekamen wir auch ein neues Zuchtmännchen und bereits 2017 stellte sich der Erfolg ein: Die kleine „Jitka“ wurde geboren. Sie ist heute noch in der Gruppe und bereits selbst Mutter. Momentan leben insgesamt 8 Steinböcke in unserer Anlage: Das Männchen „Elbrus“, die fünf Weibchen „Pauline“, „Elsa“, Jitka“, „Anna“ und „Barbara“ und die Nachzuchten aus 2020 „Mathilda“ und „Hildegard“.